Gloucester Castle, Normannische Burg in Gloucester, England
Gloucester Castle war eine normannische Festung im Südwesten der Stadt, die das Severntal überblickte. Die Anlage umfasste einen quadratischen Steinturm und mehrere Verteidigungsmauern, die ein geschlossenes System bildeten.
Roger de Pitres, der erste normannische Sheriff von Gloucestershire, errichtete die Festung nach der normannischen Eroberung in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Im Laufe der Zeit wandelte sie sich von einem Militärstützpunkt zu einem Grafschaftsgefängnis, das 1787 abgerissen wurde.
Die Burg war lange Zeit Wohnsitz von Königen und hochrangigen Gefangenen, was ihre Rolle als Zentrum der Macht und Kontrolle in der Region zeigt. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie dieser Ort Jahrhunderte lang das politische Leben der Stadt geprägt hat.
Die Überreste des Schlosses befinden sich im Stadtzentrum von Gloucester und sind heute größtenteils unter modernen Straßen und Gebäuden verborgen. Ein Besuch der nahegelegenen Museen und archäologischen Sammlungen der Stadt gibt den besten Eindruck von dem, was hier einmal stand.
Bei Ausgrabungen im Jahr 2015 wurden unter den modernen Straßen Fundamente entdeckt, die zeigen, dass normannische Baumeister eine für England ungewöhnliche Technik verwendeten. Diese Funde sind für Besucher nicht sichtbar, haben aber das Wissen über den mittelalterlichen Stadtbau in dieser Region verändert.
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