Gertrude Rhinelander Waldo House, Renaissance-Villa im Upper East Side, Manhattan, Vereinigte Staaten.
Das Gertrude Rhinelander Waldo House ist ein vierstöckiges Kalksteingebäude an der Madison Avenue und 72nd Street mit französisch inspirierten Elementen wie Rundbögen, Säulen und aufwendigen Ornamenten. Die Fassade zeigt die Handschrift der Architekten Kimball & Thompson und verbindet europäische Eleganz mit New Yorks Baustilen des ausgehenden 19. Jahrhunderts.
Das Gebäude entstand 1898 für die Erbin Gertrude Rhinelander Waldo, die es aber nie bewohnte. Nach mehr als zwei Jahrzehnten der Leerstand wurde es später in ein Kaufhaus mit Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und Wohnungen in den oberen Etagen umgewandelt.
Das Haus spiegelt den Geschmack wohlhabender New Yorker wider, die französische Architektur bewunderten und ihre Stellung durch prachtvolle Fassaden zeigen wollten. Diese Gebäude prägen bis heute das Erscheinungsbild der Upper East Side und zeigen, wie Reichtum sich in Stein und Ornamentik ausdrückte.
Der Standort an der Madison Avenue ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen und liegt in einem belebten Einkaufsviertel. Das Gebäude beherbergt heute ein großes Einzelhandelsgeschäft, das tagsüber zur Erkundung der Architektur und des Interieurs offen ist.
Das Haus blieb nach seiner Fertigstellung lange Zeit leer und wurde erst 1921 gewerblich genutzt, was es zu einer ungewöhnlichen Investition für seine Zeit machte. Diese lange Leerstandsphase ist selten dokumentiert und zeigt die wirtschaftlichen Schwankungen, die solche Luxusimmobilien betreffen konnten.
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