Scheffel Hall, Renaissance-Geschäftsgebäude in Gramercy Park, Manhattan, Vereinigte Staaten
Scheffel Hall ist ein viergeschossiges Geschäftsgebäude im Stil der Deutschen Renaissance an der Third Avenue im New Yorker Stadtteil Gramercy Park, Manhattan. Die gesamte Außenfassade ist mit aufwendig gearbeiteten Terrakottaelementen verkleidet, die das Gebäude deutlich von seiner Umgebung abheben.
Das Gebäude wurde zwischen 1894 und 1895 errichtet, als Kleindeutschland, das deutschsprachige Viertel rund um die Lower East Side, auf dem Höhepunkt seines Einflusses stand. Es diente zunächst als Bierhalle und Restaurant und war ein Treffpunkt für die damals zahlreiche deutsche Gemeinschaft in Manhattan.
Das Gebäude ist nach dem deutschen Dichter Joseph Victor von Scheffel benannt, und sein Name war einst jedem deutschen Einwanderer in dieser Gegend bekannt. Die reich verzierte Fassade aus Terrakotta zieht noch heute Blicke auf sich und macht den Bau zu einem sichtbaren Zeugnis der deutschen Gemeinschaft, die einst in diesem Viertel lebte.
Das Gebäude befindet sich an der Third Avenue in Gramercy Park und ist von der Straße aus gut sichtbar, sodass die Terrakottafassade ohne Eintritt betrachtet werden kann. Ein Spaziergang entlang des Gehwegs gegenüber bietet den besten Blick auf die gesamte Fassade und ihre Details.
Das Gebäude ist nach einem deutschen Modell gestaltet: Die Fassade orientiert sich am Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses, einem der bekanntesten Renaissancebauten Deutschlands. Dieses bewusste Zitat macht Scheffel Hall zu einem der wenigen Gebäude in New York, das so direkt auf ein konkretes europäisches Vorbild verweist.
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