Steinert Hall, Boston, Unterirdischer Konzertsaal in der Boylston Street, Boston, USA
Steinert Hall ist ein unterirdischer Konzertsaal in einem Beaux-Arts-Gebäude aus Kalkstein und Backstein in der Boylston Street in Boston. Der Saal liegt mehrere Stockwerke unter dem Straßenniveau und hat einen ovalen Grundriss mit Art-Nouveau-Wandmalereien an den Wänden.
Die Halle wurde im Dezember 1896 eröffnet, als der Pianist Carl Baermann und das Kneisel Quartet dort auftraten. Sie schloss 1942, weil neue Brandschutzvorschriften, die mehrere Ausgänge vorschrieben, einen Umbau des unterirdischen Raums zu kostspielig machten.
Steinert Hall liegt in der Boylston Street, die früher als "Piano Row" bekannt war, weil sich dort viele Musikgeschäfte aneinanderreihten. Das Gebäude trägt noch heute den Namen der Familie Steinert, die es als Showroom und Konzertort für ihr Klaviergeschäft nutzte.
Steinert Hall ist seit 1942 für die Öffentlichkeit geschlossen und kann heute nicht besichtigt werden. Die Fassade des Gebäudes in der Boylston Street ist jedoch von der Straße aus zu sehen, und lokale Archive bieten weitere Informationen zur Geschichte des Saals.
Der Saal wurde tief unter der Erde gebaut, damit das Klappern von Pferdekutschen auf dem Kopfsteinpflaster die Konzerte nicht störte. Diese Lösung war für die damalige Zeit ungewöhnlich und machte den Saal zu einem der wenigen vollständig unterirdischen Konzertsäle seiner Zeit.
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