Willard Asylum for the Chronic Insane, hospital in New York, United States
Willard Asylum for the Chronic Insane ist ein ehemaliges psychiatrisches Krankenhaus im Bundesstaat New York, das im Second-Empire-Stil mit hohen Mansardendächern und verzierten Backsteinfassaden erbaut wurde. Das Gelände umfasst über 70 Gebäude, darunter Schlafsäle, Verwaltungseinheiten und Werkstätten, die sich über eine große Fläche mit Wegen und überwucherten Freiflächen erstrecken.
Das Gelände wurde ursprünglich 1860 für ein College angelegt, doch dieses schloss rasch, als Studenten und Lehrer in den Bürgerkrieg zogen, und 1869 öffnete hier das erste staatliche Krankenhaus für chronische psychiatrische Patienten. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Einrichtung von 250 auf über 2000 Patienten an und schloss schließlich 1995 nach mehr als einem Jahrhundert Betrieb.
Willard Asylum trägt seinen Namen nach Sylvester Willard, einem der ersten Unterstützer staatlicher Psychiatriepflege, und das Wort Asylum bedeutete im 19. Jahrhundert Zuflucht statt Gefängnis. Besucher sehen heute verfallene Gebäude mit hohen Fenstern und leeren Fluren, in denen Patienten einst arbeiteten, aßen und zusammen lebten, was an eine vergangene Art der Gemeinschaftsbetreuung erinnert.
Das Gelände liegt abgelegen und ist teils für die Öffentlichkeit gesperrt, daher sollten Besucher im Voraus prüfen, welche Bereiche zugänglich sind und ob Führungen angeboten werden. Die alten Gebäude haben unebene Böden und bröckelnde Strukturen, weshalb festes Schuhwerk und Vorsicht beim Betreten oder Umrunden der Bauten ratsam sind.
Im verlassenen Dachboden wurden Koffer mit persönlichen Gegenständen von ehemaligen Patienten gefunden, die jahrzehntelang unberührt blieben und später in einem Buch und einer Ausstellung gezeigt wurden. Der Friedhof auf dem Gelände enthält fast 6000 Gräber, von denen viele keine Markierung tragen und von einem einzigen Arbeiter namens Lawrence Mocha über 900 Gräber gegraben wurden.
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