Büste Francesco Barberinis, Barocke Marmorskulptur in der National Gallery of Art, Vereinigte Staaten.
Das Porträt des Francesco Barberini ist eine Marmorbüste, die Gian Lorenzo Bernini schuf und die Merkmale eines römischen Kirchenmanns zeigt. Die Darstellung erfasst feine Details wie eingefallene Schläfen und eine strukturierte Bartoberfläche, die Berninis handwerkliches Können deutlich macht.
Die Büste entstand 1623 auf Veranlassung von Papst Urban VIII., einem einflussreichen Kirchenführer, der bekannt für seine Unterstützung von Künstlern war. Bernini orientierte sich dabei an einem älteren Porträt, das in Florenz aufbewahrt wurde und als Referenz für die genaue Darstellung diente.
Das Werk zeigt die enge Verbindung zwischen kirchlicher Macht und künstlerischer Schirmherrschaft in der römischen Barockzeit, die im Porträt des Kardinals sichtbar wird. Die Darstellung verkörpert die Bedeutung, die kunstbegeisterte Kirchenmänner dieser Epoche für die Entwicklung der Bildhauerei hatten.
Die Büste befindet sich in der ständigen Sammlung der National Gallery of Art und kann dort besichtigt werden. Man erreicht sie leicht zu Fuß, wenn man die Galerien durchquert, und die Lichtverhältnisse im Museum sind für eine gute Betrachtung optimiert.
Bernini nutzte spezialisierte Bohr- und Meißeltechniken, um verschiedene Oberflächenstrukturen zu schaffen, die Haut von Haaren unterscheiden. Diese handwerklichen Methoden zeigen, wie der Künstler das Material beherrschte, um lebendige Kontraste zwischen glatten und rauen Flächen zu erzeugen.
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