Burg Helfenberg Gossau, Mittelalterliche Burgruine in Gossau, Schweiz
Burg Helfenberg Gossau ist eine Burgruine, deren Steinreste steil über dem Glatt-Fluss zwischen Flawil und Gossau im Kanton St. Gallen aufragen. Die Überreste zeigen noch deutlich die ursprüngliche Struktur einer mittelalterlichen Befestigung auf exponierter Höhe.
Die Burg entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde von der Familie Gielen von Glattbrugg bewohnt, die sie 1388 an das Kloster St. Gallen übergab. Ein Jahrhundert später folgte 1407 die Zerstörung durch aufständische Bauern.
Die Ruinen zeigen, wie mittelalterliche Adelsfamilien ihre Ländereien verwalteten und dabei unter der Aufsicht des Klosters St. Gallen standen. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie diese Burgen das tägliche Leben und die Machtverhältnisse in der Region prägten.
Der Ruinenschatz ist über markierte Wanderwege ab Gossau zu erreichen und bietet Besuchern eine gute Sicht auf die Tal- und Flusslandschaft. Die Grabungen von 1935 bis 1937 haben die Strukturen freigelegt und machen die historischen Grundlagen leicht erkennbar.
Die Zerstörung 1407 war kein isoliertes Ereignis, sondern Teil der größeren Bauernaufstände, die die politische Ordnung der östlichen Schweiz grundlegend veränderten. Diese Revolte wird heute als Wendepunkt in der Geschichte der Region angesehen.
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