Herbertstraße, Erwachsenenunterhaltungsstraße in St. Pauli, Deutschland.
Die Herbertstraße ist eine etwa 60 Meter (197 Fuß) lange Gasse in Hamburg-Mitte, die sich nahe der Reeperbahn befindet und als Teil des Rotlichtviertels von St. Pauli bekannt ist. Entlang der Straße reihen sich beleuchtete Schaufenster aneinander, hinter denen Frauen ihrer Arbeit nachgehen und mit Passanten in Kontakt treten können.
Die Gasse entstand nach dem Wiederaufbau der Stadt im frühen 19. Jahrhundert und erhielt 1922 ihren heutigen Namen im Zuge einer systematischen Umbenennung mehrerer Straßen im Viertel. Seit den 1960er Jahren etablierte sich hier die heutige Form der Fensterprostitution, die 1974 durch bauliche Maßnahmen und Zugangsbeschränkungen rechtlich geregelt wurde.
Die Straße trägt ihren Namen seit 1922 und folgt damit einem alphabetischen Muster, das nach dem großen Brand von 1842 für mehrere Gassen in diesem Viertel eingeführt wurde. Heute dient sie als eine der wenigen noch aktiven Straßen dieser Art in Deutschland und bleibt ein fester Teil der lokalen Arbeitskultur im Rotlichtviertel St. Pauli.
Der Zugang zur Gasse ist durch Absperrungen und Hinweisschilder geregelt, die Frauen und Jugendlichen unter 18 Jahren den Eintritt untersagen und nur erwachsenen Männern erlauben. Besucher sollten die ausgeschilderten Regeln respektieren und sich bewusst sein, dass Fotografieren im Bereich der Fenster nicht gestattet ist.
Die Polizei Hamburg verteilt an den Eingängen Informationsflyer an männliche Besucher, um sie über mögliche Betrugsmaschen und überhöhte Forderungen aufzuklären. Diese präventive Maßnahme hilft Besuchern, sich über übliche Abläufe und faire Konditionen zu informieren, bevor sie die Gasse betreten.
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