Oberammergau, Alpengemeinde in Garmisch-Partenkirchen, Deutschland.
Oberammergau ist eine Gemeinde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in den bayerischen Alpen, auf 837 Metern Höhe gelegen. Die Häuserfassaden tragen bemalte Szenen, die biblische und weltliche Motive zeigen, während sich die Ortsmitte entlang der Dorfstraße zwischen Wiesen und Berghängen ausbreitet.
Die Siedlung entstand im frühen Mittelalter und gehörte jahrhundertelang zum Kloster Ettal, das den Ort wirtschaftlich prägte. Im Jahr 1634 gelobten die Bewohner nach einer Pestepidemie die Aufführung eines Passionsspiels alle zehn Jahre, eine Tradition, die bis heute fortbesteht.
Die Holzschnitzerei prägt das Ortsbild durch zahlreiche Werkstätten und Läden, in denen Künstler religiöse Figuren und Krippen von Hand fertigen. Besucher sehen oft Handwerker bei der Arbeit und können fertige Skulpturen in den Schaufenstern der Hauptstraße bewundern.
Ein Sessellift führt auf den Kolben, wo markierte Wanderwege durch Wiesen und Wälder verlaufen und im Winter Skipisten genutzt werden können. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum und sind zu Fuß gut erreichbar, während Parkplätze am Ortsrand vorhanden sind.
Mehr als 2000 Einwohner wirken bei den Passionsspielen mit, wobei nur Personen mitspielen dürfen, die hier geboren wurden oder seit mindestens 20 Jahren im Ort leben. Die Vorbereitungen beginnen Jahre im Voraus, und viele Darsteller lassen sich die Haare lang wachsen, um die historischen Kostüme zu vervollständigen.
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