Reichsburg Cochem, Neugotische Burg in Cochem, Deutschland.
Die Reichsburg Cochem ist eine Höhenburg in Cochem, die auf einem steilen Hügel über der Mosel thront und eine Sammlung von Sälen und Kammern beherbergt. Die Anlage umfasst einen achteckigen Turm, mehrere Wohnflügel und Innenräume mit Holzdecken und gemalten Wappen.
Die Anlage entstand um das Jahr 1000 als Zollburg und gehörte ab dem 12. Jahrhundert zum Reich. Nach der Zerstörung durch französische Truppen kaufte ein Berliner Kaufmann die Ruine und ließ sie in neugotischem Stil wieder aufbauen.
Die Wandmalereien und Schnitzarbeiten zeigen Szenen aus dem mittelalterlichen Hofleben, während die Burgkapelle noch heute für Hochzeiten genutzt wird. Besucher können nachvollziehen, wie deutsche Adelsfamilien im 19. Jahrhundert versuchten, eine romantisierte Vergangenheit wiederaufleben zu lassen.
Die Burg ist über einen steilen Fußweg vom Stadtzentrum aus erreichbar, der etwa 15 Minuten dauert. Führungen decken mehrere Stockwerke ab, daher sind festes Schuhwerk und Trittsicherheit empfehlenswert.
Unter der Stadt verläuft ein kilometerlanges Tunnelsystem, das die Burg einst mit einem Kloster verband. Dieser unterirdische Gang diente im Mittelalter als geheime Fluchtroute und Verbindungsweg.
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