Freiheits- und Einheitsdenkmal, Denkmal an der Spree in Berlin, Deutschland
Das Einheitsdenkmal ist eine bewegliche Schale aus Stahl, die sich auf einem historischen Sockel im Zentrum Berlins erhebt und über 50 Meter lang ist. Die Konstruktion ruht auf Kugellagern und kann durch Gewichtsverlagerung der Besucher leicht in beide Richtungen geneigt werden, sodass die begehbare Fläche selbst zum aktiven Teil des Monuments wird.
Die Bundesregierung beschloss 2007, an diesem Ort der Friedlichen Revolution von 1989 und der Wiedervereinigung ein Jahr später zu gedenken. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts stand hier das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, dessen Teile nach dem Zweiten Weltkrieg entfernt wurden.
Die Inschriften auf der Außenhaut zeigen Forderungen und Losungen aus den Leipziger Montagsdemonstrationen, als sich im Herbst 1989 Zehntausende Menschen versammelten und den Wandel forderten. Zusammen mit Fotografien aus jener Zeit schaffen sie eine begehbare Erinnerung an den friedlichen Umbruch und die Wiedervereinigung Deutschlands.
Die Plattform kann von allen Seiten betreten werden und bewegt sich mit der Verteilung der Besucher langsam nach links oder rechts. An stark besuchten Tagen zeigt die Bewegung sich deutlicher, während ruhigere Zeiten ein gleichmäßigeres Erlebnis ermöglichen.
Unter der Plattform liegen noch Reste der Mosaikböden des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, das bis 1950 hier stand. Diese Fragmente wurden während der Bauarbeiten konserviert und bilden eine unsichtbare Verbindung zwischen zwei Jahrhunderten deutscher Geschichte.
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