Staatsratsgebäude, Regierungsgebäude in Berlin-Mitte, Deutschland.
Das Staatsratsgebäude am Schlossplatz 1 ist ein dreistöckiger Stahlrahmenbau mit Fassaden aus grauem Sandstein und rotem Rhyolith. Die rechteckigen Platten aus rotem Vulkangestein bedecken große Teile der Außenwände und verleihen dem Bauwerk seine erkennbare Erscheinung im Stadtzentrum.
Zwischen 1964 und 1990 diente der Bau als Sitz des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik, nachdem die Regierung vom Schloss Schönhausen ins Zentrum verlegt worden war. Nach der Wiedervereinigung wurde das Gebäude saniert und beherbergt seit 2006 die European School of Management and Technology.
Durch das ehemalige Portal IV des Berliner Schlosses betreten Besucher heute einen Verwaltungsbau, der nüchterne Form mit historischen Elementen verbindet. Das erhaltene Renaissanceportal steht vor der Fassade aus grauen und roten Steinplatten und zeigt, wie verschiedene Epochen der Stadtgeschichte nebeneinander existieren.
Der Bau ist als Architekturdenkmal geschützt und wird heute als Verwaltungsgebäude genutzt, sodass die Innenräume nicht für Besichtigungen offen stehen. Die äußere Gestaltung mit dem Renaissance-Portal lässt sich jedoch vom angrenzenden Schlossplatz aus betrachten.
Die roten rechteckigen Platten an den Außenwänden erinnern in ihrer Form an Fahnen und sollten politische Symbolik zum Ausdruck bringen. Diese gestalterische Wahl verdeutlicht, wie Architektur zur Vermittlung ideologischer Botschaften eingesetzt werden kann.
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