Nicolaihaus, Barockes Wohngebäude in Berlin-Mitte, Deutschland.
Das Nicolaihaus ist ein barockes Wohngebäude in Berlin-Mitte mit einer symmetrischen Fassade, zwei Obergeschossen und einem zentralen Eingang unter einem Satteldach. Das Gebäude verfügt über Innenhofflügel, die ihm die für Berliner Stadtpalais typische Hofstruktur verleihen.
Das Gebäude wurde um 1670 errichtet und zwischen 1710 und 1711 zu einem Stadtpalais umgebaut. Später nahm der Architekt Carl Friedrich Zelter weitere Veränderungen vor, die das heutige Erscheinungsbild des Hauses mitprägten.
Das Nicolaihaus trägt den Namen von Friedrich Nicolai, einem der bekanntesten Buchhändler und Verleger Berlins im 18. Jahrhundert, der hier lebte und arbeitete. Sein Salon zog Autoren und Gelehrte aus der ganzen Stadt an, und das Gebäude gilt bis heute als Ort, der mit der Berliner Aufklärung verbunden ist.
Das Haus öffnet seine Türen für Besucher am ersten und dritten Sonntag jedes Monats. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Innenhof und einige Treppenbereiche unebene Oberflächen aufweisen können.
Im Inneren des Hauses befindet sich ein Multimediamodell der Stadt, das zeigt, wie sich die Berliner Spreeinsel seit 1945 baulich verändert hat. Das Modell macht deutlich, wie tiefgreifend der Wandel dieses zentralen Stadtteils in wenigen Jahrzehnten war.
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