Betteleiche, Naturdenkmal Eiche in Mülverstedt, Deutschland.
Die Betteleiche ist ein Eichbaum mit einem markanten hohlen Stamm, der sich in Mülverstedt in der Nähe des Hainich-Nationalparks befindet. Das Innere des Stammes zeigt deutliche Spuren von Verwitterung und Alter, was dem Baum ein besonderes Aussehen verleiht.
Die Eiche entstand als Sammelstelle für Spenden, die zwischen dem 15. und frühen 16. Jahrhundert hinterlassen wurden. Mönche aus der nahe gelegenen Klosteranlage nutzten den Baum systematisch, um Gaben von Besuchern zu sammeln.
Der Name Betteleiche bezieht sich auf die Verwendung als Ort, an dem Menschen aus der Umgebung Gaben hinterließen und um Hilfe baten. Die Eiche war für die lokale Bevölkerung ein Zeichen der Hoffnung und des Vertrauens in die geistliche Kraft des Ortes.
Der Baum ist über mehrere Wanderwege erreichbar, einschließlich eines etwa 12 Kilometer langen Rundweges, der durch die Region führt. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk zu tragen und ausreichend Zeit für die Erkundung der Gegend einzuplanen.
Die Höhlung im Stamm wurde ursprünglich absichtlich von Mönchen geschaffen, um Gaben sicher zu lagern. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich dieser Hohlraum durch natürliche Erosion kontinuierlich vergrößert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.