Nationalpark Hainich, Nationalpark und UNESCO-Welterbe in Thüringen, Deutschland.
Der Nationalpark Hainich ist ein 75 km² großer Buchenwald im Westen Thüringens, zwischen Eisenach, Mühlhausen und Bad Langensalza. Am Forsthaus Thiemsburg führt ein 530 Meter langer Baumkronenpfad knapp unter den Baumspitzen über einen Holzsteg mit Metallgeländern zu einer runden Plattform mit weißem Zeltdach.
Der Park wurde 1997 gegründet und verwandelte ein früheres Militärgelände in eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Deutschlands. Diese Umwandlung war ein bedeutender Moment für den Waldschutz in der Region nach dem Ende des Kalten Krieges.
Der Name Hainich ist nicht slawisch: Er geht auf althochdeutsch „hagan“ zurück, ein eingefriedetes Gehölz, verwandt mit dem heutigen Wort Hain. Kultureller Anziehungspunkt ist heute der Germanische Kultpfad bei der Hünenburg und dem Hünenteich im Norden, seit März 2009 bestehend, mit Nachbildungen von Heiligtümern aus dem Opfermoor bei Niederdorla.
Der Park ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, wobei die Wanderwege und Plattformen Besuchern helfen, die verschiedenen Bereiche zu erreichen. Es ist hilfreich, festes Schuhwerk zu tragen und sich Zeit zu nehmen, um langsam durch den Wald zu gehen, da es uneben sein kann.
Von den 1.600 im Park erfassten Pilzen gelten rund 300 als gefährdet, einige kommen sonst nirgends in Thüringen vor. Mit Flechten wird insgesamt mit über 3.000 Arten gerechnet. Der Baumkronenpfad am Forsthaus Thiemsburg, im Mai 2009 auf 530 Meter verlängert, war erst der zweite seiner Art in Deutschland.
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