Heimkehrerlager Gronenfelde, Durchgangslager in Frankfurt an der Oder, Deutschland
Das Heimkehrerlager Gronenfelde war eine Verarbeitungseinrichtung für heimkehrende deutsche Kriegsgefangene mit mehreren Baracken, Verwaltungsräumen und medizinischen Stationen. Die Gebäude waren um einen zentralen Platz angeordnet und ermöglichten die schnelle Organisation der ankommenden Menschen.
Die Einrichtung wurde nach 1945 errichtet und diente zwischen 1947 und 1950 zur Verarbeitung von über eine Million deutsche Kriegsgefangenen, die aus sowjetischer Gefangenschaft heimkehrten. Sie war Teil eines größeren Netzwerks von Lagern, das die Rückkehr und Reintegration von Millionen Deutschen nach dem Krieg ermöglichte.
Das Lager führte detaillierte Dokumentationen über jeden Heimkehrer durch Registrierungskarten, medizinische Aufzeichnungen und Entlassungsbescheinigungen.
Der Ort ist heute hauptsächlich als Gedenkstätte zugänglich und erfordert Zeit, um die verschiedenen Bereiche und Ausstellungen zu erkunden. Eine Führung vor Ort hilft dabei, die komplexe Geschichte und die Funktionsweise des Lagers besser zu verstehen.
Die Website des Lagers bietet eine virtuelle Rekonstruktion, die Besucher durch die Verarbeitung und die Lagerverhältnisse führt. Diese digitale Darstellung ermöglicht es, die räumliche Organisation und die Abläufe nachzuvollziehen, ohne dass physische Überreste erhalten sind.
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