Lieberoser Wüste, Naturschutzgebiet in Brandenburg, Deutschland
Die Lieberose Desert ist ein Naturschutzgebiet in Brandenburg und besteht aus etwa fünf Quadratkilometern Sandflächen mit spärlicher Vegetation. Kiefernwälder umgeben dieses weitestgehend offene Gelände und prägen das Landschaftsbild der östlichen Region.
Der Wald brannte 1942 großflächig ab und schuf damit die sandigen Freiflächen, die wir heute sehen. Nach dem Krieg nutzten sowjetische Truppen das Gelände Jahrzehnte lang für Militärübungen, bis der Platz 1994 aufgegeben wurde.
Der Ort trägt seinen Namen wegen der sandigen, weitgehend vegetationslosen Fläche, die wie eine Wüste wirkt. Heute nutzen Naturschutzorganisationen das Gelände, um seltene Pflanzenarten zu schützen, die auf Sandboden gedeihen.
Besucher müssen auf markierten Wegen bleiben, da Teile des Geländes noch Blindgänger aus militärischen Aktivitäten enthalten. Der Ort ist am besten zu Fuß zu erkunden, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird, da der Sand uneben und teilweise rutschig sein kann.
Der Sandboden zeigt extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, was spezialisierte Pflanzen wie Silbergras und Strandhafer hervorbringt. Diese Anpassungen ermöglichen es seltenen Arten zu gedeihen, die anderswo unter normalen Bedingungen nicht überleben würden.
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