Mercator-Kaserne, Militärkaserne in Euskirchen, Deutschland
Die Mercator-Kaserne ist eine Militäranlage in Euskirchen, die sich über ein großes Gelände an der Frauenberger Straße erstreckt und Strukturen für die Bundeswehr enthält. Die Einrichtung dient heute als Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr und verwaltet geografische Informationssysteme für Verteidigungsoperationen.
Die Kaserne entstand zwischen 1936 und 1938 als Teil der Wehrmacht-Expansion während des Dritten Reiches. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente sie zunächst der Unterbringung Vertriebener, bevor sie später von der belgischen Armee übernommen wurde.
Die Kaserne trägt seit 1985 den Namen des flämischen Kartografen Gerhard Mercator, was die historische Verbindung der Anlage zu Geographie und Vermessung widerspiegelt.
Der Zugang zur Anlage ist eingeschränkt, da es sich um einen aktiven Militärstandort handelt. Besucher sollten sich vorab über mögliche Zugangsbedingungen informieren und besondere Vorsichtsmaßnahmen an einem bewachten Militärgelände beachten.
Bis September 2023 befand sich auf dem Gelände eine NATO-Bodenstation, die lokal als Geo-Kugel bekannt war und ein markantes Landschaftsmerkmal darstellte. Die Entfernung dieser Anlage veränderte das visuelle Erscheinungsbild des Standorts deutlich.
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