Burg Bodenheim, Mittelalterliche Burg in Weilerswist, Deutschland.
Burg Bodenheim ist eine zweiteilige Wasserburg der ehemaligen Herrschaft Kerpen-Lommersum in Bodenheim, Gemeinde Weilerswist. Ältester Teil ist der Westflügel mit dem Treppenturm und einer steinernen Spindeltreppe aus dem frühen 15. Jahrhundert. Der schmale Zwischentrakt folgte im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts, und Dietrich von Tomberg ließ 1589 den Osttrakt und das heutige Burgtor errichten, datiert durch Eisenanker und den Schlussstein über dem Eingangstor.
Bodenheim ist um 950 erstmals belegt, als ein Eigils dort ein adliges Anwesen hielt, wohl eine Motte. 1312 erscheint ein „castrum Bodenem“ in einem Lehensverzeichnis des Herzogs von Brabant; um 1350 war die Burg bereits eine zweiteilige Wasserburg mit Vor- und Hauptburg. Nach Plünderungen und Brand im späten 16. Jahrhundert ließ Dietrich von Tomberg 1589 den Osttrakt und das Burgtor wieder errichten, 1594 ließ Georg von Tomberg den Westtrakt umgestalten. Die frühere Pächterfamilie Kieselstein kaufte die Burg 1930.
Der Name Bodenheim erscheint 1136 mit Seburg von Bodenheim, und die Burg ging durch Erbfolge an die Familien Vischenich, Brent von Vernich, Tomberg und Hersel über. Dietrich von Tomberg ließ 1589 den Osttrakt und das heutige Burgtor errichten; die eisernen Anker und der Schlussstein über dem Eingang tragen bis heute diese Jahreszahl. Die von ihm eingerichtete Hauskapelle bewahrte bis in die 1960er Jahre mittelalterliche Holzplastiken, die dann an das Museum Schnütgen in Köln gingen.
Burg Bodenheim liegt in der Ortschaft Bodenheim, Gemeinde Weilerswist (Kreis Euskirchen), und ist über örtliche Straßen statt über Fernwanderwege zu erreichen. Das Anwesen gehört der Familie Kieselstein, die es 1930 kaufte; Besuche richten sich daher nach den Regelungen der Eigentümer. Die Burg steht in einer wasserreichen Niederung nahe der Erft und dem Lommersumer Mühlenbach.
Ältester Teil ist der Westflügel mit dem Treppenturm aus dem frühen 15. Jahrhundert, der innen eine steinerne Spindeltreppe birgt. Osttrakt und heutiges Burgtor folgten 1589 unter Dietrich von Tomberg; Eisenanker und der Schlussstein über dem Tor tragen die Jahreszahl. Die von ihm eingerichtete Hauskapelle bewahrte bis in die 1960er Jahre mittelalterliche Holzplastiken, die heute im Museum Schnütgen in Köln liegen.
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