Krämer, Nutzwald in Brandenburg, Deutschland
Der Krämer ist ein zusammenhängendes Waldgebiet im Landkreis Brandenburg, nordwestlich von Spandau, auf dem leicht erhöhten Ländchen Glien. Er besteht aus Kiefernwäldern und gemischten Laubwäldern auf sandigem, weitgehend ebenem Boden mit vereinzelten Dünen.
Der Wald wurde früher von den umliegenden Dörfern zur Holzgewinnung genutzt und im frühen 19. Jahrhundert aufgeforstet, um ihn vor weiterer Abholzung zu schützen. Im Jahr 1649 entstand im Krämer eine Poststation an der alten Hamburger Poststraße, die später durch modernere Verbindungen an Bedeutung verlor.
Der Name Krämer leitet sich vom nahe gelegenen Ort Kremmen ab, nicht von Händlern oder einem Gutsbesitzer, wie früher vermutet wurde. Entlang alter Wege im Wald sind noch heute Reste historischer Gasthäuser und Meilensteine zu sehen.
Der Wald ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, da ein Netz aus Wegen durch das Gebiet führt. Es empfiehlt sich, festes Schuhwerk mitzunehmen, da der Boden sandig ist und die Wege je nach Jahreszeit unterschiedlich beschaffen sein können.
Die Autobahn A 10 durchschneidet seit 1979 den Wald, was ihn zu einem seltenen Beispiel macht, bei dem eine stark befahrene Fernstraße mitten durch einen Naturschutzbereich verläuft. In den 1980er Jahren wurden Teile des Waldes als Übungsgelände genutzt und zeitweise für die Öffentlichkeit gesperrt, bevor die Wiederaufforstung wieder aufgenommen wurde.
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