Grubenhaussiedlung am Petersteich, Archäologische Stätte in Süpplingenburg, Deutschland
Grubenhaussiedlung am Petersteich ist eine mittelalterliche Wohnstätte auf vier Hektar Land mit Überresten von über 500 versunkenen Häusern, die etwa einen Meter tief in den Boden eingelassen waren. Die Ausgrabungsstätte bewahrt Spuren von Herden und gewölbten Öfen, die zeigen, dass spezialisierte Handwerkstätigkeiten hier stattfanden.
Die Siedlung entstand um 850 und wurde bis etwa 1200 bewohnt, als die Menschen diese Art des Lebens aufgaben. Entdeckt wurde der Ort 1992 durch den Luftbildarchäologen Otto Braasch, der 80 dunkle Flecken in einem Feld fotografierte und damit eine verborgene Geschichte enthüllte.
Die Grabungen zeigen Webgewichte, Keramikscherben und Bronzenadeln, die Handwerkstechniken der frühmittelalterlichen Bevölkerung offenbaren. Diese Fundobjekte helfen zu verstehen, wie Menschen hier alltägliche Dinge herstellten und nutzten.
Der Ort liegt auf freiem Gelände und ist daher wetterabhängig; es ist ratsam, bei schönem Wetter zu besuchen, wenn Wege und Ausgrabungen gut zugänglich sind. Ein rekonstruiertes Halbuntergrundhaus zeigt, wie Menschen hier früher lebten und wie sie Textilien herstellten.
Farbige Glasperlen aus dem 9. Jahrhundert wurden bei den Ausgrabungen gefunden und deuten darauf hin, dass diese Siedlung größer war als typische ländliche Dörfer und möglicherweise als Handelspunkt fungierte. Diese Perlen zeigen Verbindungen zu entfernteren Regionen, die für kleine Bauerngemeinden ungewöhnlich wären.
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