Luftwaffensender Primadonna, Militärsender in Horn-Bad Meinberg, Deutschland
Der Luftwaffensender Primadonna ist eine Funkanlage, die auf dem Mönkeberg-Hügel auf 424 Metern Höhe errichtet wurde und Betonbauwerke sowie Sendeausrüstung aus den 1940er Jahren zeigt. Die Konstruktion nutzte Techniken der damaligen Ingenieurkunst und ist bis heute ein Beispiel für deutsche Rüstungsarchitektur dieser Epoche.
Die Anlage entstand 1944 und sendete bis 1945 mit 1,5 kW Leistung auf Langwelle Lageberichte über Nordwestdeutschland. Die Einrichtung spielte eine zentrale Rolle in der Luftwaffen-Kommunikation während der Endphase des Zweiten Weltkriegs.
Der Name bezieht sich auf die Operettenmelodie, die als Erkennungszeichen der Sender diente und Hörer in der Region sofort ansprach. Die Anlage war für Zivilisten unerreichbar, aber ihre Funksignale prägten den Alltag vieler Menschen während des Krieges.
Der Ort ist auf einem Hügel gelegen und kann von außen besichtigt werden, wobei die Betonbauwerke deutlich sichtbar sind. Der Besuch erfordert keine besondere Ausrüstung, und Wanderer finden die Reste leicht vom nächstgelegenen Ort erreicherbar.
Das Gelände war so geheim, dass selbst die nahegelegene Bevölkerung Jahre nach dem Krieg nicht wusste, was dort stand. Heute geben die unversehrt gebliebenen Betonbauten Einblick in ein fast vergessenes Kapitel der Luftwaffen-Infrastruktur.
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