Faßberg, Gemeinde im Landkreis Celle in Niedersachsen
Faßberg ist eine Gemeinde im Norden von Celle, die 1977 aus vier Dörfern zusammengefasst wurde: Faßberg, Müden, Poitzen und Schmarbeck. Das Gebiet liegt in der Südheide mit offenen Heideflächen, Wäldern und dem Fluss Örtze, während ein großer Flugplatz die moderne Geschichte des Ortes prägt.
Die Gemeinde wurde 1977 offiziell gegründet, aber ihre vier Dörfer haben deutlich ältere Wurzeln, besonders Müden mit nahezu tausend Jahren Geschichte. Ein großer Flugplatz entstand in den 1930er Jahren und spielte später eine wichtige Rolle bei der Berliner Luftbrücke 1948-1949.
Müden an der Örtze, eines der vier Dörfer der Gemeinde, bewahrt seit fast tausend Jahren bäuerliche Traditionen und zieht Künstler sowie Naturfreunde an, die hier Ruhe finden. Die Heidschnucken, eine seltene Schafrasse, gehören noch immer zum Landschaftsbild und werden von Hirten in der Region gehütet.
Das Gelände lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, mit ausgezeichneten Wanderwegen wie dem Heidschnuckenweg und mehreren Heide-Schleifen durch die offene Landschaft. Schwimmen, Bootsfahrten auf der Örtze und Übernachtungen in Hotels oder Ferienwohnungen sind möglich, und Cafes sowie Hofläden bieten lokale Produkte an.
In Schmarbeck steht ein Gedenkstein, der an den berühmten Wissenschaftler Karl-Friedrich Gauß erinnert, der 1828 dort Messungen durchführte, um die Landform der Heide zu kartografieren. Eugen Sänger, ein Raumfahrtpionier, arbeitete später in der Gemeinde an frühen Raketenprojekten, was Faßberg zu einem Zentrum für Luft- und Raumfahrtentwicklung machte.
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