Schmalkalden, Mittelalterliche Stadt in Schmalkalden-Meiningen, Deutschland.
Schmalkalden ist eine Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen, die sich in einem Talkessel am Rand des Thüringer Waldes erstreckt. Die Altstadt besteht aus mehreren parallelen Straßenzügen mit dicht aneinandergereihten Fachwerkhäusern, die sich um einen zentralen Marktplatz gruppieren und von grünen Hügeln umgeben sind.
Die Stadt erscheint erstmals 1247 in Urkunden als Ort mit Marktrecht und entwickelte sich dank Eisenerzvorkommen zu einem Zentrum der Metallverarbeitung. Im 16. Jahrhundert trafen sich hier protestantische Fürsten zur Gründung des Schmalkaldischen Bundes, einer Vereinigung gegen die Politik Kaiser Karls V.
Der Name Schmalkalden leitet sich vom gleichnamigen Flüsschen ab, das sich durch die Altstadt windet und früher die Mühlen der Gerber und Schmiede antrieb. Heute markieren die Fachwerkhäuser mit ihren geschnitzten Balken und Schieferdächern das Bild der engen Gassen, in denen früher Handwerker ihre Werkstätten betrieben.
Der Bahnhof liegt am Rand der Altstadt und verbindet die Stadt mit Eisenach und Meiningen durch Regionalzüge, von wo aus Anschlüsse in andere Regionen bestehen. Die meisten historischen Gebäude konzentrieren sich im Zentrum und lassen sich zu Fuß in wenigen Minuten erreichen, während das Schloss über einen steilen Anstieg zugänglich ist.
In den Kellern vieler Altstadthäuser finden sich noch heute Spuren alter Schmiedewerkstätten, wo Eisen direkt über den Bachläufen verarbeitet wurde. Einige der historischen Wassergräben verlaufen unterirdisch und tauchen an überraschenden Stellen zwischen den Gebäuden wieder auf.
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