Pfarrerblock, Konzentrationslager-Baracken in Dachau, Deutschland.
Das Priesterbaracken-Areal in Dachau bestand aus den Blöcken 26, 28 und 30 und war speziell für inhaftierte Geistliche vorgesehen. Diese Bereiche waren räumlich von anderen Lagerbereichen getrennt und hatten eine eigene interne Struktur für ihre Bewohner.
Ab 1940 befahl Berlin die Überstellung aller inhaftierten Geistlichen nach Dachau, um ein zentrales Lager für religiöse Gefangene zu schaffen. Das Lager entwickelte sich zum größten Zentrum für die Inhaftierung von Klerikern im besetzten Europa.
Der Vatikan handelte Genehmigungen für begrenzte religiöse Dienste in einer Kapelle aus, damit inhaftierte Geistliche einige spirituelle Praktiken aufrechterhalten konnten.
Der Ort ist heute mit erhaltenen Strukturen und Museumsausstellungen zugänglich, die die Erfahrungen religiöser Häftlinge dokumentieren. Besucher sollten ausreichend Zeit für die Erkundung und das Betrachten der Informationstafeln einplanen.
Unter den inhaftierten Geistlichen dominierten katholische Priester mit über 90 Prozent der Bevölkerung. Polnische Geistliche bildeten die größte Nationalgruppe innerhalb dieser religiösen Gefangenenpopulation.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.