Todesangst-Christi-Kapelle, Katholische Kapelle in Dachau, Deutschland.
Die Todesangst-Christi-Kapelle ist eine moderne Kapelle in Dachau mit einer runden Betonkonstruktion, deren Wände mit unbearbeiteten Kieseln aus der Isar verkleidet sind. Die Struktur öffnet sich nach vorn und schafft eine mächtige, würdevoll gestaltete Präsenz auf dem Gelände.
Der Bau wurde von Bischof Johannes Neuhäusler initiiert, der selbst Häftling im KZ Dachau war und die Kapelle 1960 weihen ließ. Das Bauwerk entstand als Reaktion auf das Bedürfnis, ein Denkmal für die Opfer des Lagers zu schaffen.
Die Kapelle ist dem Leiden Christi gewidmet und trägt einen Namen, der an die Todesangst der tausenden Häftlinge erinnert. Besucher können diese Verbindung zwischen dem christlichen Opfermotiv und dem historischen Leid am Ort unmittelbar spüren.
Die Kapelle ist an einem ruhigen Teil des ehemaligen Lagergeländes gelegen und kann bei einem Besuch des Gedenkstättenkomplexes besucht werden. Es ist empfehlenswert, ausreichend Zeit einzuplanen, um die Besonderheiten der Architektur und die Inschriften in Ruhe wahrzunehmen.
Die Eingangsseite ist mit einer 550-Kilogramm-Kupferkrone aus Dornen geschmückt, einem kraftvollen Symbol des Opfers. Im Inneren befindet sich zudem ein Bronzerelief von Christus, das von ehemaligen Priesterngefangenen des Lagers gestiftet wurde.
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