Dreifaltigkeitskirche, Barockpfarrkirche im Stadtteil Steinweg-Pfaffenstein, Regensburg, Deutschland.
Die Dreifaltigkeitskirche steht auf dem Dreifaltigkeitsberg und zeigt eine westlich ausgerichtete Hallenkirche mit integriertem Chor und zwei flankierenden Türmen im barocken Baustil. Das Gebäude prägt mit seiner charakteristischen Form das Profil der nördlichen Altstadt und ist von verschiedenen Seiten sichtbar.
Der Bau begann im September 1713 als Dankbarkeitsbekundung, da die nördlichen Regensburger Stadtteile von der die Altstadt heimsuchenden Pest verschont blieben. Das Bauwerk entstand somit direkt aus einem zeithistorischen Ereignis heraus, das die damalige Bevölkerung unmittelbar betroffen hatte.
Der Kirche werden drei Altäre zugeordnet, wobei der Hauptaltar von 1713 Figuren der Heiligen Georg und Christoph zeigt, die von dem lokalen Brauer Johann Georg Christoph Höchtl gestiftet wurden. Diese Ausstattung spiegelt die Dankbarkeit der Gemeinde wider, die sich in ihrer künstlerischen Gestaltung ausdrückt.
Die Kirche dient als Ausgangspunkt für mehrere Wanderwege in der Umgebung des Hügels. Von diesem Standort aus lassen sich verschiedene Routen durch die Landschaft rund um Regensburg erkunden.
Im Inneren befindet sich ein Gedenkstein mit der Aufschrift Pestleichenstein, der Opfer der Pest von 1713 bis 1714 commemoriert, die von einer nahegelegenen Isoliereinrichtung stammten. Dieser Stein erinnert an die konkreten Auswirkungen der Seuche auf die damalige Bevölkerung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.