Schlade, Geologisches Tal in Bergisch Gladbach, Deutschland
Die Schlade ist ein geologisches Tal in Bergisch Gladbach mit Devonium-Riffkalksteinformationen und Fossilienstrukturen, die in einer Karstumgebung ohne oberirdische Gewässer entstanden sind. Das Tal zeigt die Schichtenfolge eines tropischen Meeres aus längst vergangenen Zeiten.
Die Region wurde ab dem Mittelalter für Kalksteinabbau genutzt, und im 19. Jahrhundert entwickelten sich hier Bergbaubetriebe wie die Grube Prinz Wilhelm, die Eisenerz förderte. Diese Aktivitäten hinterließen deutliche Spuren in der Landschaft bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.
Die Schlade trägt die Auszeichnung als deutsches Kulturdenkmal und bewahrt Spuren von Industrietätigkeiten, die das Bergische Land geprägt haben. Besucher können heute noch Hinweise auf die ehemalige Nutzung des Gebiets entdecken, wenn sie durch die Landschaft wandern.
Ein sieben Kilometer langer Wanderweg durchquert das Gebiet mit Informationstafeln, die die Geologie, Natur und Industriegeschichte erläutern. Der Weg ist gut für Besucher zugänglich, die die geologischen Formationen und verlassenen Bergbauorte erkunden möchten.
Die Kalksteinablagerungen hier enthalten tropische Meeresfossilien aus einer Zeit, als sich die Region etwa 380 Millionen Jahre vor heute am Äquator befand. Diese Funde zeigen, dass dieser Ort eine ganz andere klimatische und geografische Geschichte hat als seine heutige Lage vermuten lässt.
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