Halde Lothringen, Bergehalde Gipfel in Bochum, Deutschland.
Die Halde Lothringen ist ein künstlicher Hügel, der sich etwa 150 Meter über die Umgebung erhebt und aus Abraum der Zeche stammt. Sanierte Hänge sind mit Vegetation bewachsen, durchzogen von Wanderwegen und mit Resten der industriellen Vergangenheit wie alten Bauteilen und Maschinen.
Das Gelände entstand ab dem frühen 20. Jahrhundert als Abraumhalde der Zechen Lothringen I und II, die Steinkohle für mehr als 100 Jahre gewannen. Nach der Schließung der Minen in den 1990er Jahren wurde der Hügel in einen öffentlichen Park mit Wanderwegen umgewandelt.
Der Hügel trägt den Namen der ehemaligen Zeche und zeigt heute Kunstinstallationen, die die industrielle Vergangenheit reflektieren. Besucher können Informationstafeln lesen, die erklären, wie die Ruhrregion sich von einer Bergbaulandschaft zu einem Erholungsgebiet verwandelt hat.
Der Hügel ist von mehreren Seiten zugänglich und verfügt über gekennzeichnete Wanderwege verschiedener Schwierigkeitsgrade. Ein Beobachtungsplattform an der Spitze bietet Aussichtspunkte, und Parkplätze sowie Bushaltestellen befinden sich in der Nähe des Eingangs.
Ein besonderes Merkmal ist die ökologische Begrünung des Abraums: ursprüngliche Wildnisareale und seltene Pflanzenarten haben sich auf den Hängen angesiedelt. Diese unerwartete Biodiversität zeigt, wie schnell die Natur brachliegende Industriegelände zurückerobern kann.
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