LWL-Industriemuseum, Industriemuseum in Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Das LWL-Industriemuseum verteilt sich auf acht Orte in der Region Westfalen-Lippe und zeigt, wie Industrie und Handwerk diese Gegend über Jahrhunderte geprägt haben. An jedem Standort befinden sich Maschinen, Werkzeuge und andere Gegenstände, die den Alltag der Arbeiter und die Entwicklung der Produktion dokumentieren.
Das Museum entstand 1979 aus der Idee, ehemalige Industriegebiete zu retten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der Zeit wurden immer mehr historische Fabrikgelände und Bergbaustandorte in Museumsräume verwandelt, um die Industrie- und Sozialgeschichte der Region zu bewahren.
Die Namen der einzelnen Standorte erinnern an ihre ursprüngliche Funktion – Zeche Zollern war ein Kohlebergwerk, Henrichshütte eine Stahlproduktion. Man spürt in jedem Ort noch heute die Verbindung zu dem Handwerk und den Menschen, die dort gearbeitet haben.
Die acht Standorte sind über die Region verteilt, daher lohnt sich eine Planung, welche Orte man besuchen möchte. Viele Plätze bieten Führungen an und haben unterschiedliche Öffnungszeiten, weshalb man sich vorher informieren sollte.
Eines der bemerkenswertesten Objekte ist die Henrichenburg-Schleuse von 1899, ein großes Hebewerk am Dortmund-Ems-Kanal, das noch heute funktioniert. Diese Schleuse ist ein seltenes Beispiel einer Industrieanlage, die immer noch ihrer ursprünglichen Aufgabe nachkommt.
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