Grafschaft Ribagorza, Mittelalterliche Grafschaft in den Pyrenäen, Spanien
Die Grafschaft Ribagorza war ein mittelalterliches Gebiet im Pyrenäen, das sich über Nordostarragonien und Nordwestkatalanien erstreckte und die Täler der Flüsse Ésera, Isábena und Noguera Ribagorzana umfasste. Das Territorium war relativ gebirgig und dünn besiedelt, mit Benabarre als wirtschaftlichem und politischem Zentrum.
Das Gebiet wurde 872 gegründet und funktionierte als unabhängige Einheit, bevor es im 10. Jahrhundert in das Königreich Navarra aufgenommen wurde. Später wurde es Teil der Krone Aragon, bis es schließlich 1598 aufgelöst wurde.
Die Gegend entwickelte eine eigene sprachliche Prägung, wobei der Ribagorçan-Dialekt und das Alte Katalanische während des Mittelalters in den Gebieten vorherrschten.
Benabarre, das historische Zentrum auf etwa 800 Metern Höhe, ist über die N-230-Straße mit größeren Regionen verbunden und dient als natürlicher Ausgangspunkt für die Erkundung des Gebiets. Die bergigen Bedingungen erfordern gute Schuhe und die Anfahrt kann je nach Jahreszeit länger ausfallen.
Das Gebiet wurde mehrfach aufgeteilt, wobei seine Länder zwischen verschiedenen Herrschern aufgespalten wurden, was zu fragmentierten Herrschaftsstrukturen führte. Diese Zersplitterung hinterließ Spuren in den lokalen Verwaltungsgrenzen, die bis heute in den Bergregionen erkennbar sind.
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