Calasparra, Gemeinde in Murcia, Spanien
Calasparra ist eine Gemeinde in der Region Murcia im Südosten Spaniens, die zwischen den Flüssen Segura, Mundo und Quípar liegt. Das Gebiet wechselt zwischen Schluchten, Felshängen und Flusstälern, in denen auch heute noch Reisfelder angebaut werden.
Die Gegend war bereits in der Vorgeschichte bewohnt, wie Felsmalereien und iberische Überreste belegen, und kam später unter römische und dann maurische Herrschaft. Im 13. Jahrhundert fiel Calasparra im Zuge der christlichen Rückeroberung an den Orden von Santiago, der die Siedlung über Jahrhunderte verwaltete.
Das Heiligtum Nuestra Señora de la Esperanza liegt auf einem Felsen über dem Fluss Segura und ist ein Anziehungspunkt für Gläubige aus der ganzen Region. Jedes Jahr im September versammeln sich viele Menschen dort zu einem Fest mit Prozessionen und Gebeten, das zum wichtigsten Ereignis im lokalen Kalender gehört.
Das Stadtzentrum liegt auf einem Plateau, von dem aus mehrere Wanderwege entlang der Flüsse und durch die Schluchten starten. Die Wege sind gut beschildert, aber manche Abschnitte verlaufen über unebenes Gelände, daher sind festes Schuhwerk und Wasser empfehlenswert.
Der in der Gegend angebaute Reis ist eine der wenigen Reissorten Spaniens mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung, und er reift langsamer als die meisten anderen Sorten, was ihm eine besondere Textur verleiht. Diese Besonderheit macht ihn bei Köchen in ganz Spanien begehrt, vor allem für die Zubereitung von Paella.
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