Quart-Türme, Mittelalterliches befestigtes Tor in Ciutat Vella, Spanien.
Die Torres de Quart sind ein mittelalterliches Tor mit zwei hohen Zylindertürmen, die durch eine rechteckige Struktur miteinander verbunden sind und den Durchgang durch die ehemalige Stadtmauer bilden. Das Bauwerk zeigt charakteristische Merkmale der valencianischen Gotik mit Spitzbögen, steilen Treppen und gewölbten Decken im Inneren.
Das Tor wurde zwischen 1441 und 1469 von den Architekten Pere Compte und Francesc Baldomar erbaut und diente als westlicher Eingang aus Kastilien ins mittelalterliche Valencia. Die Konstruktion stand später unter Beschuss der französischen Artillerie während Napoleons Belagerung von Valencia 1808, was Spuren an den Außenmauern hinterlassen hat.
Die Türme verkörpern die Identität Valencias als Grenzstadt zwischen zwei Reichen und erinnern bis heute an die Bedeutung der westlichen Stadtgrenze. Ihre Architektur spiegelt den stolz der mittelalterlichen Bürger wider, die diese Festung zum Schutz ihrer Handelsrouten errichteten.
Das Tor befindet sich in der Nähe des Platzes Santa Úrsula und ist leicht zu Fuß vom Zentrum der Altstadt erreichbar. Besucher können die Außenseite jederzeit besichtigen, sollten aber die Öffnungszeiten beachten, wenn sie ins Innere gehen möchten.
Die Außenmauern tragen noch heute Einschusslöcher und Kratzer von der französischen Belagerung während der napoleonischen Kriege. Diese Schäden sind nicht repariert worden und erzählen stille Geschichten von den Kämpfen, die die Stadt durchlebt hat.
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