El Castellar, Mittelalterliche Burgruine in Torres de Berrellén, Spanien
El Castellar ist eine mittelalterliche Burganlage auf einer Kalksteinklippe etwa 320 Meter über dem Meeresspiegel, die das Ebro-Tal überblickt und Wehrmauern sowie Steinstrukturen aufweist. Die Ruinen sind über ein großes Areal verteilt und zeigen noch deutlich die ursprüngliche Verteidigungsanlage mit ihren verschiedenen Gebäudekomplexen.
König Sancho Ramírez ordnete 1091 den Bau dieser Festung an, um eine strategische Position gegen das muslimische Zaragoza zu schaffen. Die Burg behielt ihre Bedeutung über Jahrhunderte hinweg als Grenzverteidigung zwischen christlichen und muslimischen Territorien.
Die Burganlage beherbergte vier Gotteshäuser: die Kirchen San Miguel und San Pedro sowie die Einsiedeleien Santa María Magdalena und Nuestra Señora del Rosario. Diese sakralen Orte waren in das tägliche Leben der Burgbewohner verwoben und dienten sowohl spirituellen als auch gemeinschaftlichen Zwecken.
Der Zugang zu einigen Bereichen erfordert das Überqueren von Grenzen eines Militärtrainingsgeländes, da Teile der Ruinen innerhalb des Manöverfeldes San Gregorio liegen. Besucher sollten sich im Voraus über aktuelle Zugänglichkeit informieren und nur auf freigegeben Wegen bleiben.
Die Burg bewahrt vierzehn Kanäle an ihrer Ostseite, die ein Qanaat-System bildeten und mit einer Wassertrinne weiter unten am Hügel verbunden waren. Dieses unterirdische Bewässerungssystem zeigt die technische Finesse mittelalterlicher Ingenieure bei der Wasserversorgung in Höhenlagen.
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