Macizo de Amurga, Berg in Spanien
Das Macizo de Amurga ist eine große Gebirgsmasse in Südgrancanaria, die sich zwischen den Tälern von Tirajana und Fataga erstreckt und steil zur Küste abfällt. Die Landschaft besteht aus schroffen, steilen Abhängen mit zahlreichen Schluchten, Felswänden und zerklüfteten Gipfeln, wobei der höchste Punkt über 1100 Meter erreicht.
Das Gebiet war seit alter Zeit für die Guanche von Bedeutung, wie archäologische Funde von Gräbern, Behausungen und rituellen Stätten belegen. Im Mittelalter wurde es als Bergfestung genutzt und später während der Kolonialzeit hauptsächlich für Viehhaltung, bis es im 19. Jahrhundert teilweise privatisiert wurde.
Der Name Amurga stammt aus alter Zeit und könnte auf Berber-Ursprünge hinweisen, die Begriffe für "Treffpunkt" oder "Versammlungsort" bedeuteten. Die archäologischen Stätten zeigen, dass die Guanche hier heilige Rituale durchführten und die Landschaft als spirituellen Ort nutzten.
Der Zugang ist nur zu Fuß möglich, da das Gelände sehr steil und felsig ist und gutes Schuhwerk sowie Trittsicherheit erforderlich. Besucher sollten früh am Tag starten, ausreichend Wasser mitbringen und auf raue Bedingungen vorbereitet sein, besonders an den exponierten Höhenabschnitten.
Archäologische Ausgrabungen in den 1970er Jahren enthüllten ein System von in Vulkangestein gemeißelten Schalen und Kanälen an der Stätte Los Pasos in über 1100 Metern Höhe. Diese Anlagen dienten wahrscheinlich rituellen Zwecken und zeigen das bemerkenswerte handwerkliche Geschick der antiken Bewohner.
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