Hospice de France, Bergschutzhaus und Weiler bei Bagnères-de-Luchon, Frankreich
Das Hospice de France ist ein Bergschutzhaus auf etwa 1.385 Metern Höhe in den Pyrenäen, in der Nähe von Bagnères-de-Luchon, bestehend aus drei Gebäuden rund um den Bach Pesson. Das Hauptgebäude aus Stein hat zwei Stockwerke und verfügt über einen Gemeinschaftsspeisesaal mit gewölbter Decke, Schlafräume und eine Küche, ergänzt durch eine nahe gelegene Scheune und ein Verbindungsgebäude.
Das Hospice de France ist seit mindestens 1634 bekannt, als einem Einheimischen namens Bernard Lassalle das Recht gewährt wurde, Gebühren für die Durchquerung dieser Stelle zu erheben. Das heutige Gebäude wurde 1804 neu errichtet und im Laufe des 19. Jahrhunderts schrittweise ausgebaut, um zunächst Reisende und später Touristen und Bergsteiger aufzunehmen.
Das Hospice de France liegt auf einem alten Übergangsweg zwischen Frankreich und Spanien, dem sogenannten Venasque-Pass. Wanderer, die heute hier vorbeikommen, folgen damit denselben Routen, die seit Jahrhunderten von Händlern, Pilgern und Bergsteigern genutzt wurden.
Das Hospice de France ist nur in den wärmeren Monaten zugänglich, in der Regel von Mitte April bis Ende November, da die Route im Winter aufgrund von Schnee und Lawinengefahr gesperrt ist. Wer hier übernachten oder essen möchte, sollte sich im Voraus informieren und für wechselhaftes Bergwetter gut ausgerüstet sein.
Mehrere kleine Bäche fließen direkt neben dem Hospice zusammen und bilden so den Ursprung des Flusses Pique. Die Verbindungsstruktur zwischen den Gebäuden ist so fragil, dass Fachleute sie bei einer Untersuchung im Jahr 2001 nicht betreten konnten, wodurch ein Teil ihrer Geschichte bis heute unbekannt bleibt.
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