Kloster Glenluce, Zisterzienserkloster in Dumfries und Galloway, Schottland.
Glenluce Abbey ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in der schottischen Region Dumfries and Galloway, in der Nähe des Dorfes Old Luce gelegen. Die Überreste umfassen Steinmauern, Grundrisse der Klausur sowie ein gut erhaltenes Kapitelhaus mit Gewölbedecke.
Das Kloster wurde in den 1190er Jahren von Roland, dem Earl of Galloway, gegründet, der Mönche aus einem anderen Zisterzienserhaus ansiedelte. Es blieb fast vier Jahrhunderte lang in Betrieb, bis es in der Mitte des 16. Jahrhunderts im Zuge der Reformation aufgelöst wurde.
Das Kapitelhaus des Klosters ist für seinen gut erhaltenen Fliesenboden aus dem Mittelalter bekannt, auf dem die Mönche sich täglich zur Beratung versammelten. Wer durch diesen Raum geht, bekommt einen direkten Eindruck davon, wie das Gemeinschaftsleben in einem Zisterzienserkloster aussah.
Das Gelände liegt abseits der Hauptstraße und ist über einen Landweg erreichbar; festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Boden uneben ist. Viele Bereiche sind nicht überdacht, daher ist ein Besuch bei trockenem Wetter angenehmer.
Unter dem Gelände wurden mittelalterliche Wasserrohre aus Ton und Blei gefunden, die noch in situ erhalten sind und auf ein ausgefeiltes Entwässerungssystem hinweisen. Solche Systeme waren für Zisterzienserklöster typisch, da fließendes Wasser ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebensweise war.
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