Bevis-Marks-Synagoge, Orthodoxe Synagoge in City of London, England.
Bevis Marks Synagogue ist eine orthodoxe Synagoge aus dem frühen 18. Jahrhundert in der City of London. Der zentrale Saal zeigt Holzbänke, die in Reihen angeordnet sind, und Messingkronleuchter hängen von der Decke herab, während an der Ostwand ein verzierter Holzschrein die Torarollen aufbewahrt.
Der Bau entstand 1701 unter der Regierung von Königin Anne, nachdem jüdische Familien erstmals nach ihrer Vertreibung im Jahr 1290 wieder offiziell nach England zurückkehren durften. Die Gemeinde bestand zunächst aus sephardischen Juden, die aus Spanien und Portugal geflohen waren und sich in London niederließen.
Der Name stammt aus dem Spanischen und Portugiesischen und erinnert an die Herkunft der sephardischen Gemeinde, die sich hier nach jahrhundertelanger Vertreibung wieder ansiedelte. Während der Gottesdienste klingen die alten Melodien durch den Raum, gesungen nach überlieferten Traditionen, die in mediterranen jüdischen Gemeinden bewahrt wurden.
Ein Besuch erfordert eine Voranmeldung, und männliche Besucher müssen eine Kopfbedeckung tragen, wie es die jüdische Tradition vorsieht. Am besten kommt man an Wochentagen außerhalb der Gebetszeiten, um die Innenräume in Ruhe betrachten zu können.
Die Beleuchtung beruht hauptsächlich auf 240 Kerzen, die während der Gottesdienste angezündet werden und einen warmen Schein über die Bänke werfen. Erst 1928 kam elektrisches Licht hinzu, doch die Kerzen brennen weiterhin bei vielen Anlässen und schaffen eine besondere Stimmung im Raum.
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