Isbister Cairn, Neolithisches Kammergrab in South Ronaldsay, Schottland.
Das Isbister Chambered Cairn ist ein neolithisches Grabmal, das auf Kalksteinklippen liegt und aus einer zentralen Kammer mit drei kleineren Seitenkammern besteht, die durch einen schmalen Durchgang verbunden sind. Die gesamte Struktur wurde aus Stein errichtet und wirkt wie ein steinertes Haus aus vergangenen Zeiten.
Das Grabmal wurde vor etwa 5000 Jahren erbaut und diente als Begräbnisstätte für mehrere hundert Menschen über tausende von Jahren hinweg. Ein Farmer namens Ronald Simison entdeckte den Ort 1958 zufällig, woraufhin Archäologen ab 1976 mit umfassenden Ausgrabungen begannen.
Das Grab war über Generationen hinweg ein Ort für gemeinschaftliche Bestattungen, wo Menschen zusammen mit den Knochen von Seeadlern beigesetzt wurden. Diese Praxis deutet auf besondere Glaubensvorstellungen hin, die für die neolithischen Bewohner dieser Inseln wichtig waren.
Die Funde aus dem Grab sind heute im Orkney Museum in Kirkwall ausgestellt, da der ursprüngliche Standort 2020 dauerhaft geschlossen wurde. Besucher können die Knochen und Artefakte dort sehen und mehr über die Grabungsgeschichte erfahren.
Untersuchungen von Schädeln zeigen, dass viele der Bestatteten Verletzungen von Holzkeilen und Steinäxten hatten. Diese Funde deuten darauf hin, dass Gewalt in dieser neolithischen Gesellschaft nicht ungewöhnlich war.
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