Morton Castle, Mittelalterliche Burg in Dumfries und Galloway, Schottland.
Morton Castle ist eine mittelalterliche Burgruine auf einer dreieckigen Halbinsel in Dumfries and Galloway, Schottland, die von steilen Hängen und einem Stausee umgeben ist. Der erhaltene Hauptbau folgt einem D-förmigen Grundriss und umfasst einen viergeschossigen Turm mit ehemaligen Herrschaftsräumen und einem Burgverlies.
Die Anlage geht auf einen Herrensitz aus dem 12. Jahrhundert zurück, der dem Herren von Nithsdale gehörte, bevor Robert Bruce das Anwesen 1307 an Thomas Randolph übertrug. Im Laufe des 15. Jahrhunderts kam die Burg in den Besitz der Familie Douglas, die den erhaltenen Hauptbau errichtete.
Morton Castle zeigt eine für Schottland seltene Hallenhaus-Architektur, bei der zwei Torhäuser die Einfahrt flankieren. Diese Bauform, die auch in Caerlaverock vorkommt, lässt sich an den erhaltenen Mauerresten noch gut ablesen.
Der Zugang zur Burg führt über schmale Landstraßen von der A702 bei Carronbridge; die Beschilderung ist spärlich, daher empfiehlt sich eine Vorbereitung mit Karte oder GPS. Das Gelände ist nicht eingefriedet und der Besuch ist in der Regel frei zugänglich, aber das Terrain rund um die Ruine ist uneben.
Der künstliche See, der die Halbinsel heute umgibt, wurde erst im 18. Jahrhundert durch den Bau eines Damms geschaffen und gehört damit nicht zum mittelalterlichen Entwurf der Burg. Ursprünglich fiel das Gelände auf natürliche Weise steil ab, was der Anlage bereits ohne Wasser eine starke Verteidigungslage gab.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.