Robin Hood Gardens, Brutalistischer Wohnkomplex in Poplar, London, Großbritannien
Robin Hood Gardens besteht aus zwei langen, geschwungenen Betonblöcken, die um einen zentralen Grünraum herumlaufen und durch erhöhte Fußwege verbunden sind. Die Anlage bietet verschiedene Wohnungstypen, von einfachen Maisonetten bis zu größeren Familieneinheiten.
Alison und Peter Smithson entwarfen das Gelände in den 1960er Jahren als Antwort auf die Wohnungsnot in East London nach dem Krieg. Das 1972 fertiggestellte Projekt demonstrierte einen neuen Ansatz zur Planung moderner Stadträume, der Gemeinschaftsleben und Privatsphäre in Einklang bringen sollte.
Das Gebäude steht für einen bestimmten Traum von gemeinschaftlichem Wohnen in der Nachkriegszeit. Menschen erkennen darin heute ein Zeugnis davon, wie Architekten versucht haben, Privatsphäre und Nachbarschaft gleichzeitig zu schaffen.
Die beiden Blöcke sind von der Straße aus deutlich sichtbar und können von öffentlichen Gehwegen aus beobachtet werden. Obwohl der zentrale Grünbereich von der Straßenebene aus nur teilweise einsehbar ist, bieten die Umgebungswege einen guten Überblick über die Gesamtstruktur.
Die Architekten integrierten Betonlamellen an den Fassaden, um die Wohnungen vor Verkehrslärm zu schützen. Diese Elemente geben dem Gebäude ein besonderes Aussehen und zeigen einen seltenen Einsatz von Lärmschutzplanung in der Wohnungsarchitektur jener Zeit.
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