Castell Coch, Neugotische Burg in Tongwynlais, Wales
Castell Coch ist eine neugotische Festung auf einem bewaldeten Hügel in Tongwynlais, die aus rotem Sandstein, Kalkstein und Pennant-Gestein erbaut wurde. Die drei runden Türme – der Bergfried, der Küchenturm und der Brunnenturm – erheben sich über die umliegenden Wälder und sind über einen Innenhof miteinander verbunden.
Die ursprüngliche normannische Burg aus dem 11. Jahrhundert verfiel über die Jahrhunderte zu einer Ruine. Der Architekt William Burges baute sie zwischen 1875 und 1891 für den dritten Marquess of Bute als romantisches Landhaus im gotischen Stil wieder auf.
Der Name bedeutet Rotes Schloss und bezieht sich auf den warmen Ton des verwendeten Sandsteins, der sich deutlich vom grünen Waldhang abhebt. Besucher können heute die aufwendig gestalteten Innenräume besichtigen, die mit mythologischen Szenen und mittelalterlichen Motiven verziert sind.
Die Festung liegt am Waldrand oberhalb von Tongwynlais und ist über einen kurzen Fußweg vom Parkplatz aus erreichbar. Cadw verwaltet den Ort und bietet Führungen durch die Räume und Türme an, wobei das Gelände teilweise steile Treppen umfasst.
Lord Bute ließ hier einen Versuchsweinberg anlegen, der bis zum Ersten Weltkrieg Wein produzierte. Die steilen Hänge rund um die Burg galten damals als ungewöhnlicher Standort für den Weinbau in Wales.
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