Perth Charterhouse, Kartäuserkloster in Perth, Schottland.
Das Perth Charterhouse war ein Kartäuserkloster in der schottischen Stadt Perth mit einer Anordnung von einzelnen Eremitenzellen rund um einen zentralen Hof, gemäß den kartäusischen Bauprinzipien des 15. Jahrhunderts. Von dieser Klosteranlage sind heute keine Strukturen über der Erde erhalten geblieben, da der Ort durch städtische Entwicklung überlagert wurde.
Das Kloster wurde 1429 von König Jakob I. von Schottland gegründet, finanziert durch Mittel aus der königlichen Schatzkammer und einem Teil einer Lösegeldvergütung aus England. Es bestand etwa 130 Jahre lang, bis es während der Protestantischen Reformation zerstört wurde.
Das Kloster diente als königliche Begräbnisstätte, in der König Jakob I., Königin Johanna Beaufort und Königin Margaret Tudor ihre letzte Ruhe fanden. Diese Verbindung zur Königsfamilie machte den Ort zu einem Ort von großer Bedeutung für das schottische Königreich.
Das Gelände des ehemaligen Klosters ist heute unter modernen Gebäuden begraben, sodass keine Reste über der Erde zu sehen sind. Ein Besuch erfordert daher ein Verständnis dafür, dass Sie den Ort anhand von historischen Berichten und Ortskenntnis erkunden müssen, da keine physischen Überreste vorhanden sind.
Das Perth Charterhouse war das einzige Kartäuserkloster, das jemals in Schottland gegründet wurde, was es zu einem außergewöhnlichen Beispiel dieser streng kontemplativen Ordnung macht. Diese Seltenheit spiegelt die Besonderheit der spirituellen Wahl König Jakobs I. wider, der diese weltweit verstreute Ordnung in sein Reich brachte.
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