Hanover-Square-Saal, Konzertsaal in Westminster, England
Die Hanover Square Rooms waren ein Konzertsaal in Londons Finanzviertels, ausgestattet mit einem Rechteck-Hauptsaal von etwa 24 Metern Länge und 10 Metern Breite. Das Innere zeigte gewölbte Decken mit Gemälden von Giovanni Cipriani und war mit Spiegeln ausstaffiert, die den Raum größer wirken ließen.
Der Saal wurde 1774 von Sir John Gallini, Johann Christian Bach und Carl Friedrich Abel gegründet und entwickelte sich schnell zu Londons wichtigstem Konzertsaal. Er behielt seinen dominanten Status über mehr als ein Jahrhundert, bis er 1900 schließlich geschlossen wurde.
Der Saal war eng mit Händels Messias verbunden, das hier viele Jahre lang regelmäßig aufgeführt wurde und Musikliebhaber aus ganz London anzog. Die Philharmonische Gesellschaft nutzte den Ort ab 1833 als Zentrum für ihre Konzertserien und trug damit wesentlich zum Musikleben der Stadt bei.
Der Saal konnte mehr Besucher aufnehmen als ursprünglich gedacht und bot Platz für Orchester sowie separate Bereiche für hochrangige Gäste. Besucher sollten beachten, dass die reflektierenden Oberflächen den Raum akustisch geprägt haben und bei Besprechungen oder Führungen noch heute erkennbar sind.
Die Saal hatte keine Balkone, sondern nur den großen Hauptraum, was zu besonderen Akustik-Eigenschaften führte, die Musikern und Publikum gleichermaßen auffielen. Diese Geradheit des Raums ermöglichte direkte Klangreflektion von den gewölbten Decken, was das Klangerlebnis grundlegend prägte.
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