Sant’Andrea, Renaissancebasilika in Mantua, Italien
Sant'Andrea ist eine Konkathedrale in der norditalienischen Stadt Mantua, die zu den bedeutendsten Sakralbauten der Renaissance zählt. Die Fassade zeigt einen großen mittleren Bogen, flankiert von korinthischen Pilastern, während das Innere ein breites Gewölbe über einer Reihe von Seitenkapellen spannt.
Der Bau begann im Jahr 1472 nach Plänen des Architekten Leon Battista Alberti, der kurz darauf verstarb. Die Arbeiten zogen sich über mehr als drei Jahrhunderte hin und wurden erst Ende des 18. Jahrhunderts mit den letzten Innendekorationen abgeschlossen.
Der Name leitet sich vom Apostel Andreas ab, dem die Kirche geweiht ist und dessen Reliquien hier verehrt werden. Gläubige versammeln sich besonders am Karfreitag, wenn die Blutreliquie in einer feierlichen Prozession durch die Straßen getragen wird.
Die Basilika liegt an der Piazza Mantegna im historischen Zentrum, das für Autos gesperrt ist und zu Fuß oder mit dem Stadtbus erreicht werden kann. Das Innere ist über den Haupteingang unter dem großen Bogen zugänglich, wobei die Kapellen entlang des Schiffs frei besichtigt werden können.
Der freistehende Glockenturm aus dem Jahr 1414 gehörte einst zu einem Benediktinerkloster, das vor dem Neubau hier stand. Alberti integrierte den älteren Turm bewusst in sein Gesamtkonzept und schuf so eine Verbindung zwischen mittelalterlicher und Renaissance-Architektur.
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