Public wash house, Öffentliches Waschhaus in Ulassai, Italien
Das Waschhaus in Ulassai ist ein rechteckiges Gebäude mit drei Bögen aus Kalksteinrahmen und enthält zwei Reihen von je acht Waschbecken, die durch eine Zentralwand getrennt sind. Das Innere hat weiß gestrichene Wände und behält seine funktionierenden Wasserbecken, während drei große Öffnungen Licht und Luft durchlassen.
Das Gebäude wurde zwischen 1903 und 1905 unter der Leitung von Bürgermeister Antonio Cannas erbaut und folgte dem Plan des Ingenieurs Ernesto Ravot aus Cagliari. Der Bau war Teil der städtischen Modernisierung und sollte die Arbeit der Frauen beim Wäschewaschen mit fließendem Wasser erleichtern.
Der Waschplatz trägt Installationen von Künstlern wie Maria Lai, die in den 1980er Jahren das Gebäude mit zeitgenössischen Werken ausstatteten. Diese Arbeiten verwandeln den Ort in einen Bestandteil eines Kunstmuseums im Freien, das sich über das ganze Dorf erstreckt.
Das Gebäude liegt auf der Via Santa Croce und ist zu Fuß leicht zugänglich vom Stadtzentrum aus erreichbar. Die weiß gestrichenen Wände und offenen Seiten lassen es zu jeder Jahreszeit gut begehbar und angenehm zu erkunden.
Unter der Decke befindet sich Maria Lais Installation aus verflochtenen Seilen, die an Eisenrohren befestigt sind und ein traditionelles Webmuster erzeugen, das von Baumstämmen in der Wand ergänzt wird. Dieses kunstvolle Detail verbindet Handwerk mit zeitgenössischer Kreativität auf unerwartete Weise.
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