Lazzaretto of Ancona, Pentagonale Quarantänestation im Hafen von Ancona, Italien.
Das Lazzaretto von Ancona ist eine fünfeckige Quarantäneanlage im Hafen von Ancona, die sich auf einer künstlichen Insel von etwa 20.000 Quadratmetern erstreckt. Drei steinerne Brücken führen über den Mandracchio-Kanal und verbinden den kompakten Bau mit dem Festland.
Papst Clemens XII. ordnete den Bau zwischen 1733 und 1743 an, um Schiffe, Waren und Reisende für vierzig Tage zu isolieren und die Stadt vor Seuchen zu schützen. Die Anlage diente später als Zuckerraffinerie im Jahr 1884 und danach bis 1947 als Tabakfabrik.
Die zentrale Kapelle trägt den Namen Sankt Rochus, Schutzpatron gegen Seuchen, und beherbergt einen Brunnen, dem die Menschen früher heilende Kräfte zusprachen. Besucher sehen heute noch die schlichte Fassade und das Gewölbe dieser kleinen Andachtsstätte im Innenhof.
Die Gemeinde Ancona verwaltet das Gebäude und nutzt es für Ausstellungen und Veranstaltungen; das Museo Tattile Omero im Inneren ermöglicht Kunsterleben durch Berührung. Die Brücken sind in der Regel begehbar, und der Innenhof bleibt während öffentlicher Öffnungszeiten zugänglich.
Die Raumaufteilung folgt noch heute dem ursprünglichen Schema mit langen Gängen und separaten Kammern, die einst kranke Reisende voneinander fernhielten. Diese Anordnung wirkt wie ein Labyrinth und vermittelt ein Gefühl für die strikte Ordnung der Seuchenabwehr im 18. Jahrhundert.
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