Museo nazionale della Siritide, Archäologisches Museum in Policoro, Italien
Das Museo nazionale della Siritide ist ein archäologisches Nationalmuseum in Policoro, im Süden Italiens, das Funde aus den antiken griechischen Siedlungen Siris und Herakleia bewahrt. Die Sammlung reicht vom Neolithikum bis in die römische Zeit und umfasst Keramik, Grabbeigaben und Metallobjekte aus der Region.
Siris und Herakleia entstanden durch die griechische Kolonisierung Süditaliens und gehörten über Jahrhunderte zu den wichtigsten Städten der Region. Mit der Ausdehnung Roms verloren diese Siedlungen nach und nach an Bedeutung, hinterließen aber reiche archäologische Spuren.
Das Museum zeigt Vasen mit rotfigurigen Darstellungen aus der griechischen Mythologie sowie Goldschmuck und Bernsteinobjekte, die aus weit entfernten Regionen stammen. Diese Funde zeigen, wie offen und vernetzt die antiken Gemeinschaften am Golf von Tarent waren.
Das Museum befindet sich im Zentrum von Policoro und ist gut zu Fuß zu erreichen. Die Räume sind übersichtlich angeordnet, sodass man die Ausstellung in eigenem Tempo und ohne Führung erkunden kann.
Unter den Grabfunden befindet sich das Grab des sogenannten Malers von Policoro aus dem 5. Jahrhundert v. Chr., einer Person, die anscheinend direkt mit der Vasenproduktion verbunden war. Die Gefäße, die man dort entdeckte, zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie und gelten als herausragende Beispiele der apulischen Keramik.
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