Chinreisha, Gedenkschrein in Kudankita, Japan
Chinreisha ist ein shintoistisches Teilheiligtum auf dem Gelände des Yasukuni-Schreins im Stadtteil Kudankita, Tokyo, mit zwei getrennten Bereichen für verschiedene verehrte Geister. Es liegt südlich des Hauptgebäudes des Yasukuni-Schreins und ist zu Fuß leicht erreichbar.
Das Heiligtum wurde 1965 von Fujimaro Tsukuba gegründet, um japanischen und ausländischen Soldaten zu gedenken, die seit 1853 in Konflikten ums Leben kamen. Nach einer Schließung von rund drei Jahrzehnten wurde es 2006 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Chinreisha hält jedes Jahr am 13. Juli eine Gedenkzeremonie nach shintoistischem Ritus ab, bei der nicht nur japanische Gefallene, sondern auch Soldaten anderer Nationen geehrt werden. Besucher können diese Form der Erinnerung direkt miterleben, die über nationale Grenzen hinausgeht.
Das Heiligtum befindet sich auf dem Gelände des Yasukuni-Schreins und ist gut zu Fuß erreichbar, wenn man den Hauptkomplex besucht. Da es sich um einen religiösen Ort handelt, sollte man angemessene Kleidung tragen und sich ruhig und respektvoll verhalten.
Anders als viele andere Kriegsgedenkstätten in Japan ehrt dieser Schrein auch Soldaten, die gegen das Kaiserlich Japanische Heer gekämpft haben. Er ist damit einer der wenigen Orte in Japan, an dem feindliche Gefallene nach shintoistischem Ritus geehrt werden.
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