Japan Canyon, Naturschlucht in Fukaura, Japan
Japan Canyon, auch als Higureyama bekannt, ist eine Schlucht in der Nähe von Fukaura in der Präfektur Aomori, deren weiße Tuffsteinfelsen steil aus dem grünen Wald herausragen und U-förmig zur Küste hin geöffnet sind. Die senkrechten Wände fallen direkt in den bewaldeten Boden ab und bilden einen klar abgegrenzten Korridor zwischen Gestein und Vegetation.
Dem Ort wurde 1953 von dem Forscher Mamoru Kishi seinen heutigen Namen gegeben, nachdem er die Ähnlichkeit der weißen Felsen mit dem Grand Canyon in den USA festgestellt hatte. Diese Benennung trug dazu bei, die Schlucht über die Region hinaus bekannt zu machen und zog fortan Besucher von weiter her an.
Der lokale Name Higureyama leitet sich von einem alten Brauch ab, bei dem Menschen bis zur Dämmerung hierher kamen, um die Felsen im letzten Tageslicht zu beobachten. Noch heute besuchen viele den Aussichtspunkt besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht die weißen Wände am stärksten zum Leuchten bringt.
Ein Besuch am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang lohnt sich besonders, da das Licht die weißen Felsen dann am deutlichsten hervorhebt. Der Weg zum Aussichtspunkt führt über unebenes Gelände, das nach Regen rutschig werden kann, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Die weißen Felsen dienten Schiffen auf dem Japanischen Meer lange als Orientierungspunkt, bevor der Ort seinen heutigen Namen erhielt. Matrosen nutzten diese auffälligen Wände, um ihre Position entlang der Küste zu bestimmen, lange bevor Touristen hierher kamen.
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